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ehemalige Au-Pair berichten:

Gute Gründe für Au-pair-Aufenthalte

Auf dieser Seite hast du die Möglichkeit zu lesen, wie es anderen Jugendlichen während ihrem Einsatz als Au-pair-Angestellte ergangen ist und was sie einem zukünftigen Au-Pair mitgeben möchten.  

  Interview mit Matthias, einem 'jeune homme'

Matthias im Gespräch mit Frau Romy Erb.  PDF-File (38 KB) 


Wie hat es eigentlich angefangen – wolltest du von dir aus ins Welschland – oder wurdest du von deinen Eltern, Lehrern oder von Kolleginnen dazu motiviert?
Ich und meine Kollegin hatten jemanden gekannt der auch ein Welschlandjahr machte, da habe ich mich informiert und fand es ganz toll und meldete mich an.

Was hat dir dieses WLJ nach den 4 Monaten persönlich schon gebracht? Was hast du gelernt?
Ich bin viel selbständiger geworden. Dazu habe ich viele neue Franzwörter gelernt.

Was sind deine Hauptaufgaben bei deiner Gastfamilie?
Ich muss den Haushalt machen, das heisst, die ganze Wohnung putzen und das Mittagessen kochen. Ich habe sogar sehr Freude daran.

Was machst du besonders mit den beiden Buben?
Wir spielen viel mit den Legos.

Hattest du zu Beginn auch Heimweh-Gefühle wie die meisten Au-pairs?
Die ersten 3 Tage waren schon noch ein bisschen schmerzlich, aber ich hatte am meisten meine Freunde vermisst.

Wo und wie oft besuchst du Französisch-Kurse und welche Fortschritte hast du bereits erzielt?
Ich gehe Dienstag Nachmittag und Donnerstag Abend zur Schule. Ich habe viele neue Worte gelernt und die Aussprache verbessert.

Wird in der Familie ausschliesslich Französisch gesprochen?
Es wird nur Französisch gesprochen, manchmal übersetzen sie es auf Deutsch oder versuchen, es auf Französisch zu umschreiben.

Was verdienst du nun bei der vereinbarten 40-Std. Woche?
Fr. 990.-- werden mir vom Bruttolohn für Kost, Logis, Wäscheversorgung und Nichtberufs- und Berufsunfallversicherung abgezogen. Der ausbezahlte Lohn beträgt Fr. 590.-. (2007)

Wie ist das Essen? Fühlst du dich im Zimmer wohl? (ruhig, abschliessbar?)
Der Monsieur kann sehr gut Kochen und die Madame auch, es ist immer wieder köstlich.
Das Zimmer ist geräumig und abschliessbar.


Was machst du während der Freizeit, du hast ja eine 40-Std.-Woche?
Ich habe Mittwoch Nachmittag frei, da gehen 3 Schulkolleginnen und ich nach Freiburg und flanieren durch die Stadt.

Würdest du deine Familie einem Kollegen weiterempfehlen?
Meine Kollegen würden nicht gehen, aber es ist zu empfehlen, es macht viel Spass.

Wie warst du mit meinem Service als Stellenvermittlerin zufrieden?
Ich war sehr zufrieden, ich bekam alle Infos die ich gebraucht hatte.



Die gute und sorgfältige Vermittlung lief über:  Frau Romy Erb

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Anna - „Rückblick Welschlandjahr 2008/09“

Familienprofil

Anmerkung von Frau Helen Ott, Stellenvermittlerin

• Haus, Vorort von Genf
• 3 Mädchen, 10/8/6
• Wenige Deutschkenntnisse
• Welschlandaufenthalt 08/09
• Schulbesuch 2x abends in Genf


Liebi Frou Ott

Mein Jahr bei der Gastfamilie ist in 2 Wochen zu Ende. Schweren Herzens verlasse ich die Familie, weil sie mir sehr ans Herz gewachsen sind. Ich bin traurig, habe aber ein gutes Gewissen, denn ich konnte auch bei der Wahl meiner Nachfolgerin mitreden. Ich bin froh, mich für dieses Zwischenjahr entschieden zu haben. Ich habe das Gefühl, ich bin viel reifer geworden. Ich hatte viel Verantwortung, sah, wie es ist, berufstätig und gleichzeitig Mutter zu sein. Dies alles unter einen Hut zu bringen, ist nicht einfach. Verantwortungsbewusst und selbständig werden, davon habe ich am meisten profitiert. „Jetz weiss i, was i wott“!

Natürlich gab es auch schwierige Momente! Am Anfang war da das liebe Heimweh, von dem ich dachte, mich würde dies nicht treffen. Aber am Sonntagabend die Tasche wieder zu packen und Richtung Westen zu reisen, war nicht immer ganz einfach. Ich hatte das grosse Glück, dass ich bei der Familie so sein durfte, wie ich bin. Wenn es mir mal „ganz furchtbar gestunken hat“, habe ich dies mitgeteilt und man hat mich verstanden, hat aber trotzdem von mir verlangt, meinen Mann resp. Frau zu stehen.

In der Schule habe ich viele Bekanntschaften gemacht und beim „Adieu-Säge“ gab es viele, viele Tränen. Natürlich halten wir den Kontakt untereinander. Ich konnte das Delf A2 machen, das ich sehr gut bestanden habe.

Es war eine unvergessliche Zeit! Ein schönes Jahr geht für mich zu Ende – ich werde noch lange davon erzählen.

Merci für Aues

Anna                   PDF-File   (22 KB) 


Die gute und sorgfältige Vermittlung lief über:  Frau Helene Ott

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Jacqueline - „Hauswirtschaftslehrjahr 2008/09“

Familienprofil

Jacqueline macht Ihr Hauswirtschaftslehrjahr in einer Familie mit drei Kindern im Alter von 10 und 6 Jahren im Waadtland.

Jahresrückblick Hauswirtschaftslehrjahr

Liebe Frau Ott

Ich kann es gar nicht fassen, dass ich in 4 Tagen schon meine Koffer gepackt habe und nach Hause fahren werde...
Ich bin doch erst gerade in die Westschweiz angereist. Die Zeit verging so schnell. Doch alles der Reihe nach...

Am 4. August begann ich meine Hauswirtschaftslehre. Ich wollte nie als Au- pair arbeiten, da ich von der Hauswirtschaftlehre sehr viel profitieren kann. In meinem eigenen Haushalt werde ich auch putzen, kochen, bügeln, waschen, .... Ich konnte jetzt schon meine Erfahrungen sammeln. Logischerweise putzte ich nicht immer gerne während meiner Lehre , aber man muss es einfach machen und es gehört dazu.
In meiner Familie gib es drei Mädchen, Océane (10) und die Zwillinge Elodie und Coralie (6). Meine Madame ist Tagesmutter. Sie hütet zusätzlich noch 5 Kinder im Alter von 2 bis 10 Jahren. Normalerweise mache ich am Morgen den Hausalt und koche das Mittagessen. Am Nachmittag gehen wir in den Garten oder ich kann mit den Kindern spielen gehen. Durch die Kinder habe ich sehr viel gelernt, nicht nur die Sprache. Ich durfte sehr viele schöne Momente mit ihnen erleben. Sie werden mir alle sehr fehlen.

Ich ging mit meiner Madame und ihren Kolleginnen jeden Mittwoch ins Badminton und am Donnerstag spielte ich Volleyball. Sie haben mich immer mitgenommen. Wir spielten, haben viele Ausflüge gemacht und sie haben mir fast das ganze Waadtland gezeigt. Ich ging auch mit ihnen in die Skiferien. Es war sehr lustig.

Wenn ich zurückblicke auf das vergangene Jahr geht alles wie ein Film an mir vorbei, ich realisiere nicht dass es schon zu Ende ist. Der einzige Grund warum ich mich freue, dass es vorbei ist, ist die dreistündige Reise mit dem Zug. Als ich begonnen habe liebte ich das Zug fahren, doch heute ist es eine Qual jeden Sonntag und Freitag drei Stunden im Zug zu verbringen.

Ich empfehle das Welschlandjahr allen Jugendlichen. Es tut jedem gut einmal von zu Hause weg zu gehen und eine andere Region und Familie kennen zu lernen. Man lernt so viel dabei, wird selbständiger und selbstbewusster.

Ich habe ein extrem schönes Jahr hinter mir und würde es jeder Zeit wieder machen. Ich wünsche allen die sich für dieses Jahr entscheiden viel Glück und eine so tolle Familie wie ich es hatte.

Freundliche Grüsse Jacqueline 08/ 09     PDF-File   (22 KB) 


Die gute und sorgfältige Vermittlung lief über:  Frau Helene Ott

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Sandra - „Rückmelde-Brief eines dankbaren Mädchens“

Familienprofil

Sandra ist jeune fille au pair in einer Familie mit drei Kindern im Alter von 13, 11 und 10 Jahren in Le Bouveret VS.

Rückmeldung aus dem Welschlandjahr                                                             im Juli 2009

Da das Welschlandjahr schon fast fertig ist, kann ich auch gerade erzählen, was ich erlebt habe:

Die ersten paar Wochen waren sehr hart für mich, da ich oft Heimweh hatte. Das besserte sich aber mit der Zeit. Schon bald blieb ich das erste Wochenende in Le Bouveret. Ich musste auf einer Hochzeit auf die Kinder aufpassen. Es war etwas langweilig, da ich fast niemanden kannte und noch nicht so gut französisch konnte.
Als ich eines Abends auf dem Weg nach Le Bouveret war, begegnete ich Celine, einem andern jeune fille au pair. Es stellte sich heraus, dass wir nicht sehr weit von einander wohnten. Wir gingen ein paar Mal am Mittwochnachmittag zusammen in den Aquapark.

Schon im ersten Monat wurde mir der Präsident der Musikgesellschlaft „L’Etoile du Léman“ von Le Bouveret vorgestellt. Er gab mir ein Instrument und Noten zum Üben. Kurz darauf begannen schon die ersten Proben. In der Musik fand ich neue Kollegen. Ich fühlte mich sehr wohl in der Musikgesellschaft. Sie half mir auch, das Französisch schneller zu lernen als im Franz-Kurs. Bei den Konzerten machte ich noch nicht mit. Zuerst musste ich mich richtig einleben.

Nach den Herbstferien machte sich das Heimweh wieder bemerkbar. Am meisten fehlte mir meine Katze. Die Katzen hier sind so viel anders als meine.
Da der Fahrplan der Züge änderte, konnte ich nicht mehr mit Celine reisen. Aber wir blieben per SMS in Kontakt und ich besuchte sie einige Male mit dem Fahrrad.

Die Zeit ging wie im Flug vorbei und Weihnachten stand vor der Tür. Ich bekam von meiner Gastfamilie eine Digitalkamera geschenkt. Ich war sprachlos von dem überwältigenden Geschenk.

Die Zeit verging sehr schnell und bald war schon anfangs März. Da ging ich mit der Musik ins Musik-Lager. Leider waren es nur 2 ½ Tage. Aber es waren tolle 2 ½ Tage. Am letzten Tag des Lagers gaben wir in einem Altersheim ein Konzert.
Nach einer Woche erhielt ich die Resultate der Aufnahmeprüfung für die BFF, die ich im Februar gemacht hatte. Ich wurde aufgenommen!! Am 10. August 2009 geht es los!
Leider konnte ich diese Freude nicht mit meinem Grossvater teilen. Er war einige Tage zuvor an Krebs gestorben. Meine Gastfamilie und die Musik halfen mir, meine Lebensfreude wieder zu finden. Ein Instrument ist etwas Tolles, da man seine Sorgen einfach hinein blasen kann!
Meine Familie kam mich am Konzert besuchen. Das freute mich sehr.
Am 15. und 16. Mai feierte die Musik L’Etoile du Léman ihren Geburtstag, nämlich den 125. Für diesen Anlass musste ich die Marschmusik lernen. Das ist gar nicht so einfach, wie es aussieht, spielen und gehen gleichzeitig. Meine Eltern und meine Schwester kamen mich wieder besuchen. Meine beiden Brüder hatten leider keine Zeit. Wir hatten aber trotzdem viel Spass.
Am 31. Mai hatten wir das Festival. Wir nahmen am Marschmusikwettbewerb teil. Da erreichten wir den 9. Rang (von 23 Gesellschaften).

Ich unternahm mittlerweilen an den Mittwochnachmittagen etwas mit meinem Fahrrad, um die Gegend auszukundschaften. Ich war auch schon im Chateau de Chillon.
Am 13. Juni ging ich einen Verwandten in St-Gingolph besuchen. Er besitzt ein Motorboot und ein Segelschiff. Ich durfte das Wasserboard ausprobieren, schaffte es aber nicht länger als 5 Sekunden, darauf zu stehen. Es machte aber eine Menge Spass.

Am 17. Juni feierten wir bereits unseren Abschied, da die Familie in der letzten Woche nie Zeit dazu hat. Ich bekam tolle Geschenke und sie von mir natürlich auch.
Das Welschlandjahr ist nun fast zu Ende. Es war ein sehr spannendes und lehrreiches Jahr und ich werde es in guter Erinnerung behalten.


mit freundlichen Grüssen Sandra.   PDF-File   (22 KB) 


Die gute und sorgfältige Vermittlung lief über:  Frau Annamarie Fuhrer

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Erwartungen der Gastfamilie an die neue Au-pair-Angestellte:

Aufzählung

Flexibilität betr. Arbeitszeit, 35-Std.-Woche, mal eine Stunde mehr, mal eine weniger

Aufzählung

die Gastfamilie erwartet ein Geben und Nehmen, und wird diesem Grundsatz viel Beachtung beimessen

Aufzählung

die zugewiesenen Arbeiten sind gewissenhaft und nach der Einarbeitungszeit selbständig durchzuführen

Aufzählung

Eigeninitiative, was das Arbeiten, aber besonders das Spiel mit den Kindern, angeht

Aufzählung

die Gastfamilie erwartet, dass das 'Jeune Fille' den vereinbarten Unterricht regelmässig besucht

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