|
Januar 2009
Bonjour Madame Rebsamen
Der Montag.
„Diesen Montag (5.01.) muss ich etwas früher aufstehen. Die Viertelstunde
darf ich dann kompensieren, zum Beispiel kann ich am Freitag länger
schlafen.
Am Montag gehört Abstauben zu meinen Ämtlis. Montagmorgens
frühstücke ich mit den Kindern, danach ziehe ich den Jüngsten an, Garance
ist meistens schon angezogen, danach putzen beiden die Zähne. Nach dem
Zähneputzen schaut sich Garance oft „Les ZouZous“ an.
Um halb neun mache
ich die Kinder fertig, um Garance in die Spielgruppe (école maternelle) zu
bringen. Mathis, den Jüngsten, setze ich in den Kinderwagen, Garance läuft
mit ihrer Schultasche. Wenn Garance in der Schule ist, mache ich bei guten
Wetterverhältnissen einen Spaziergang mit ihm. Jetzt im Winter geh ich
nach Hause zurück und räume im Haus etwas auf, decke den Tisch, räume die
Geschirrspülmaschine (die zu meinen täglichen Ämtlis gehört) aus. Um 11
Uhr hole ich Garance mit Mathis wieder von der Spielgruppe ab.
Zu Mittag kommt Monsieur und Eléa, die Älteste, nach Hause. Am
Nachmittag schläft Mathis, währenddessen staube ich ab und beschäftige
mich mit Garance bis Mathis aufwacht. Danach spielen die Kinder meistens
ein wenig zusammen.
Wenn Eléa nach Hause gekommen ist, essen wir einen
z’Vieri und danach gehen wir manchmal zur Nachbarin, die neu hergezogen
ist und Schweizerdeutsch spricht. Sie hat zwei Kinder im Alter von 3 und 6
Jahren. Um halb sechs kehren wir zurück und warten auf Monsieur. Bald
darauf ich gehe auf den Zug um in den Tanzkurs in Fribourg zu gehen.
Dienstags frühstücke ich mit den Kindern, ziehe sie an, mache
die Betten, räume die Spülmaschine aus. Meistens kommt uns dann ein
anderes Au Pair aus unserem Dorf zum Spielen besuchen. Sie heisst Suvi und
ist aus Finnland. Sie betreut ebenfalls drei Kinder. Eines ist fast gleich
alt wie Mathis und die Zwillinge gehen mittwochs mit Garance in die
Spielgruppe. Um 11 Uhr gehen sie und ich bereite das Mittagessen vor. Nach
dem Essen legt Monsieur Mathis ins Bett. Ich putze die Küche. Garance
schaut manchmal einen Film, manchmal spielt sie auch für sich. Wenn sie
nichts zu machen weiss, malen oder kneten wir. Teilweise möchte sie auch,
dass ich ihr deutsche Wörter beibringe. Wenn Mathis aufgewacht ist, warten
wir auf die Rückkehr von Eléa, der Ältesten, aus der Schule. Sie geht in
die erste Klasse. Um vier Uhr essen wir etwas Kleines.
Danach spiele oder bastle ich etwas mit den Kindern. Sind sie jedoch zu aufgedreht, gehe ich
mit ihnen auf den Spielplatz in der Nähe. Am Abend kommt erst Monsieur von
der Arbeit, duscht oder badet die Kinder und bereitet das Abendessen vor,
danach kommt Madame nach Hause. Zu dieser Zeit habe ich frei. Nach dem
Essen gehen die Eltern ins Singen. Mathis ist dann meistens schon im Bett
und ich mache bis halb neun noch etwas mit den Mädchen.
Am Mittwoch bringt Madame Garance morgens zur Schule, dann macht
sie meistens Einkäufe und lässt Mathis je nachdem bei mir oder nimmt ihn
mit, während ich das ganze Haus putze. Wenn sie zurückkommt, helfe ich ihr
beim Zubereiten der Mahlzeiten, wenn es nötig ist.
Am Nachmittag hab ich frei und gehe um drei Uhr mit dem Zug nach Fribourg. Im Zug treffe ich
mich immer mit einem Au Pair aus einem der benachbarten Dörfer. Sie
betreut zwei Kinder. In Fribourg treffen wir noch drei andere Au Pairs und
ziehen durch die Läden.
Um vier haben wir Schule. Ich bin nicht mit ihnen
in der Klasse. Nach der Schule gehe ich jetzt im Winter gleich nach Hause,
wo ich mit der Familie zu Abend esse und dann die Hausaufgaben mache.
Am Donnerstag kann ich am längsten schlafen. Ich frühstücke mittwochs,
donnerstags und freitags allein. Nach dem Frühstück backen oder basteln
wir. Später kocht Madame zu Mittag, nach dem Essen geht sie wieder
arbeiten. Am Nachmittag muss ich die Badezimmer reinigen. Das ist die
anstrengendste Arbeit der Woche. Garance schaut währenddessen einen Film.
Um vier bereite ich etwas Kleines zum Essen vor. Eléa bleibt in der
Schule, da sie um viertel nach vier Flötenunterricht hat. Oft hole ich sie
dann mit den beiden jüngeren ab und wir vergnügen uns auf dem Spielplatz,
ehe wir heimkehren. Danach hab ich frei, esse noch zu Abend mit der
Familie. Meistens mach ich danach etwas für mich. Bald werde ich von 20-22
Uhr einen Englischkurs besuchen. Madame war auch Au Pair, in England.
Am Freitag arbeite ich nur morgens, manchmal gehen Madame, die zwei
Jüngeren und ich einkaufen. Oder wir basteln, dekorieren oder kreieren.
Am Nachmittag gehe ich um viertel vor zwei mit Gepäck auf den Zug und fahre
nach Hause. Meistens freu‘ ich mich immer riesig, wieder zu meiner Familie
zurück zu kehren.
Die Familie ist sehr freundlich und nett. Ich bin total happy, hier sein
zu dürfen."
Liebe Grüsse, Ramona |